| 2006: Testbericht: Digitalkamera Canon Eos5D in der Astrofotografie | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Relativ grosse Pixel kombiniert mit einem CMOS-Sensor in voller Kleinbildgrösse, das verspricht gute Bilder bei wenig Licht. In der Tat ist in diesem Punkt bei der Eos5D ein gewisser Vorsprung zu anderen DSLR- und Bridge-Kameras bereits von mehreren Testern festgestellt worden. Da liegt die astrofotografische Anwendung natürlich nahe.
Anmerkung
Bei aller Begeisterung über die vermeintlich so hohe Lichtempfindlichkeit und das geringe Dunkelbildsignal auch bei langen Belichtungszeiten, die EOS5D ist so wie auch alle anderen DSLR-Knipsen ein für den Massenmarkt hergestelltes Consumer-Produkt welches sich eher zufällig auch ein wenig für die Astrofotografie eignet. Selbst die vermeintliche "Spezialkamera" Canon-20Da ist nur eine aus der Massenproduktion heraus leicht modifizierte und selektierte Variante zur werbestrategischen Image-Pflege der Herstellerfirma und nicht mehr. Auch aus diesem Grund beurteile ich eine nachträgliche Modifikation zur Verbesserung der Rotempfindlichkeit (selbst entfernen des IR-Filters, oder Umbau von der Firma Hutech) eher kritisch. Man wird sehen wie weit diese Überlegungen auch für die von Fuji hergestellte DSLR-Digiknipse mit erweitertem Frequenzbereich gelten (Stand 2006). In diesem Sinn ist der Käufer einer speziell für amateur-astronomischen Gebrauch entwickelten Kamera wie sie kleine Firmen wie SBIG, Starlight-Xpress und viele andere herstellen, schon besser dran. Derartige Firmen leben von ihren amateur-astronomischen Kunden. Sie versuchen zwar hin und wieder bei neuen Produkten die technische Naivität von uns Amateuren durch falsche Bezeichnungen und geschönte technische Daten auszunutzen, aber sie sind im Großen und Ganzen zumindest mit der Zeit gezwungen auf die Erwartungen ihrer Kunden auch einzugehen, wenn sie sich auf dem Markt längerfristig behaupten wollen. Die Firma Canon hat das nicht nötig, denn die wenigen Sternhimmelknipser dienen bestenfalls als Werbegag. Wenn ich hier bewusst die Amateur-Astronomie betone, dann deshalb weil die professionellen Astronomen (sofern diese sich mit der CCD-Technik ernsthaft auseinandersetzen) wieder andere Anforderungen an eine Kamera stellen. Sie sind an "pretty pictures" kaum interressiert und achten eher auf die messtechnische Eignung der Kamera. Obgleich es hier eine gewisse Überschneidung zum Marktsegment der Amateurkameras gibt, tendieren die Profis eher zu Kameras die ausschliesslich für wissenschaftliche Zwecke entwickelt worden sind. Unsere CCD-Kamera2 ist ein solches Modell (womit ich aber nicht behaupten will, daß wir Profis sind. Wir haben unser Hobby in letzter Zeit eher etwas vernachlässigt).
Und warum haben wir die Eos5D ? Die astronomische Anwendung ist bei uns nur ein Teilaspekt:
Ausblick Der Anschluss der Kamera an den grossen Instrumenten unserer Sternwarte erfolgt zur Zeit nur provisorisch über einen T2-Zwischenring am Okularauszug. Das ist unprofessionell und führt zu einer Beschneidung des Bildfeldes. Ein starrer Kamerastutzen mit Instrumentenflansch zum 50cm RC-Teleskop ist in Planung. Er soll wahlweise auch einen vierlinsigen Fokalreduktor aufnehmen können, da wir im direkten Fokus bei 4m Brennweite ja reichlich Oversampling haben. Eine weitere Eigenentwickung betrifft den elektronischen Sucher zur Eos5D, vergleichbar mit dem bekannten Zigview, nur eben für astronomische Anwendungen geeignet. Wir werden das vielversprechende und bereits in Bau befindliche Gerät nach seiner Fertigstellung auf dieser Homepage vorstellen. |
| 2005: Geographische Position der Teleskope der Sternwarte genau ermittelt |
Das vom Land Oberösterreich betriebene "Digitale oberösterreichische Raum-Informationssystem" DORIS basiert auf orthogonal entzerrten Luftbildern aus ganz Oberösterreich mit einer Auflösung von bis zu 0.2 Meter. Da diese Daten auf Grund hoher Anschaffungskosten vom Land grundsätzlich gegen Entgelt abgegeben werden, sind die frei ladbaren Bilder mit einem Wasserzeichen markiert. Auf den Farborthofotos vom eigenen Grundstück in Harpoint ist sogar der Gartengriller erkennbar. Die jüngsten Luftbilder unserer Sternwarte stammen vom Sommer 2006. Damit konnte die Position der Sternwarte so genau ermittelt werden, dass nun eigene Koordinaten für jedes einzelne Instrument im System WCS84 angegeben werden können. Die Genauigkeit ist besser als +/- 0.5 Meter:
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| 2004: Besuch aus Wien |
| Der Verein WAA (Wiener Amateur Astronomen) ist vor allem bekannt durch seinen umfangreichen Veranstaltungskalender und einen großen Internetauftritt. Die Vereinsführung und viele Mitglieder der WAA haben unsere Sternwarte im Rahmen ihres jährlichen Vereinsausfluges besucht und einen ausführlichen Besuchsbericht verfasst. Dem Autor sagen wir hier ein herzliches Dankeschön. |
| 2004: Reinigung des Hauptspiegels am 50cm Teleskop |
| 25.10.2004: Neues Hochvakuum für CCD-Kamera 2 |
| Der CCD-Chip dieser Kamera befindet sich in einem Vakuum-Package mit Absaugöffnung und Spezialventil. Nach über 3 Jahren Betriebsdauer der Kamera musste das Vakuum erneuert werden, damit sich der CCD wieder 70° unter die Umgebungstemperatur kühlen lässt. Wer näheres darüber erfahren will, soll sich den |
| 2004: Sonderausstellung: "Unser Planetensystem" |
Von der 3. und 4. Schulstufe der Volksschule Vorderfager (Jahrgang 2003/04) wurde im Rahmen eines Projektunterrichtes die kleine, aber sehenswerte Sonderausstellung erarbeitet. Das Projekt war als Vorbereitung für den abschließenden Besuch unserer Sternwarte Sternen-nacht 2004 und Sternen-nacht 2005 vorgesehen. 13 hervorragend gestaltete Plakate im Format A1 informieren sehr ausführlich über unser Planetensystem, über interplanetare Raumflugmissionen und die bemannte Raumfahrt. Die erforderlichen Informationen sind von den jungen Astronomen bzw. Astronauten mit großer Begeisterung einzeln oder in Kleingruppen durch selbständiges Literaturstudium, durch "löchern" der Eltern sowie zum Teil sogar durch eigene Suche im Internet gesammelt worden. Ein 14. Plakat zeigt die Autoren bei der Arbeit. Die Organisation und Projektleitung oblag VL Susanne Schäfer. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung fand am 25.06.2004 unter dem Ehrenschutz der Schuldirektorin VD Doris Wasmeyer vor fachkundigem Publikum statt. Die Autoren der 4. Schulstufe waren anwesend und referierten über ihre Arbeiten. Sie sorgten auch für die musikalische Begleitung bei der Eröffnung und hatten 2 Stücke für Blockflöte und Orff-Instrumente einstudiert (MP3-download).
Für den Inhalt der Ausstellung sind verantwortlich: Toni Hirnsperger Die Ausstellung ist auf der oberen Veranda im Haus Harpoint 34 (Sternwarte Harpoint) zu sehen. Sie ergänzt unsere ständigen Exponate (CCD-Aufnahmen) und kann gegen Voranmeldung bei freiem Eintritt besichtigt werden. Ein Ausstellungskatalog ist gegen Kostenersatz erhältlich. Die Sonderausstellung endet im August 2005. |
| 2002: Untersuchung heller Kometen mit der CCD-Kamera |
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| 2002: Test der CCD-Kamera Starlight Xpress MX7C-USB |
Nachtrag: Auf Grund unseres Testberichtes hat Herr Jörg Weingrill ein neues Plugin für das Programm Astroart 2.0 entwickelt, welches die Farbsynthese mit CMYG-Farben durchführt und offenbar deutlich besser funktioniert als die bisher verfügbare RGB-Farbsynthese mit den vertauschten Farbkanälen. |
| 2001: M13 im Abstand von 100 Jahren fotografiert |
Der amerikanische Astronom und später einer der beiden Entwickler des
Ritchey-Chretien Spiegelsystems,
George Willis Ritchey
hat im Rahmen seiner langen Tätigkeit am
Yerkes Observatorium
(Universität Chicago) am 23. April 1901 mit dem 1m-Refraktor den
Kugelsternhaufen M13 fotografiert. Er musste damals die Photoplatte 4 Stunden
lang belichten um wenigstens die helleren Sterne im Zentrum des
Kugelsternhaufens abzubilden.
100 Jahre später fand der Wiener Amateurastronom Herbert Csadek eine
Orginal-Diakopie dieser historischen Aufnahme bei einem Photo-Flohmarkt in
Wien. Sie ist heute in der kleinen Bildergalerie in Harpoint ausgestellt. Wie
das geglaste Dia im Format 6x9 (welches offenbar aus einer alten Serie
wissenschaftlicher Dias des Yerkes Observatoriums stammt) nach Wien gelangt
ist, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Der Maßstab ist
1:2 gegenüber der Orginalplatte.
Am Rand der Photoplatte existiert ein handschriftlicher Vermerk von Ritchey,
der auch auf das Dia kopiert worden ist:
Ausschnitte beider Aufnahmen sind hier im gleichen Maßstab
gegenübergestellt.
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| 1998: Beobachtung von Sternbedeckungen mit Videotechnik |
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Hans Jasicek und Ich haben die streifende Aldebaranbedeckung Februar 1998 im Burgenland zum Anlass genommen, Sternbedeckungen mittels Video zu vermessen bzw. dies wenigstens zu versuchen,
Unsere Erfahrungen (sie wurden in einem
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| 1997: Hale-Bopp mit der CCD-Kamera gesehen |
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Spektakuläre Aufnahmen haben wir 1996 und 1997 vom Kern des Kometen HALE-BOPP gewonnen. Unsere Beobachtungen wurden auf der Purgathofer Sternwarte (1mRC), der Westkuppel der Universitätssternwarte in Wien (12" Refraktor) und an der Sternwarte Harpoint (C14, 4") durchgeführt. Mit aufwendigen und zum Teil auch selbstentwickelten Filtermethoden konnten die auch visuell sichtbaren vermeinlichen "Schalen" als spiralfederartig eingedrehte Jets sichtbar gemacht werden. Der Fachartikel, den wir 1997 darüber verfasst und bei Sterne und Weltraum eingereicht haben, konnte nun endlich doch erscheinen. Allerdings nur hier auf dieser Homepage |
| 1996: Kometenphotographie mit der CCD-Kamera |
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Der helle Komet Hyakutake war 1996 für kurze Zeit freisichtig mit langem Schweif zu sehen. Wir haben bei diesem Himmelsereignis versucht, die CCD-Technologie zusammen mit einer hohen Brennweite auf die helle Koma des Kometen anzuwenden. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse sind in einem Fachartikel zusammengefaßt und kamen uns 1 Jahr später bei Hale-Bopp sehr zu gute. |
| 1993: Perseidenbeobachtung mit unserer Video-Meteorkamera |
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Für 1993 wurden besonders hohe Perseidenfallraten vorhergesagt. Wir haben zur
Dokumentation dieser Sternschnuppen, ausgehend von einigen Vorversuchen eine
spezielle Meteorkamera
konstruiert und zum Einsatz gebracht. Weiters wurden
rechnerunterstützte Verfahren zur Auswertung der Sichtungen entwickelt. Das
Ergebnis wurde in einem
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