Hier wird in erster Linie von Beobachtungen berichtet, die auf der eigenen Sternwarte gemacht wurden. Fallweise soll aber auch von den Aktivitäten die Rede sein, die wir zusammen mit einigen Wiener Sternfreunden erleben.
| 14.11.2009: Kleinplanet 278 (Paulina) bedeckt Stern HIP 22446 |
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In ganz Europa haben nur 4 Amateurastronomen versucht, dieses Ereignis zu beobachten: 3 Beobachter in Deutschland und wir in Österreich auf unserer Sternwarte. Wir haben als Einzige eine Bedeckung registriert. Die Sichtung der Einzelaufnahmen von der Aufzeichnung mit einer Videokamera hat ein interessantes Detail offenbart.
Daten des Kleinplaneten: Informationen aus der MPCORB Datenbank: Daten des zu bedeckenden Sterns: Prognostizierter Verlauf des Schattens: Informationsquelle: http://www.iota-es.de/ Aufnahmetechnik: Die Sternbedeckung wurde am 50cm-RC bei 1:8 mit der Watec 120N und 50 Halbbildern pro Sekunde aufgenommen. Die Aufzeichnung der Bedeckung und der Zeitreferenz erfolgte mit dem Video-Grabber für USB-Stick bei 25 Vollbildern pro Sekunde. Das große Teleskop hat eine so hohe Bildrate ermöglicht. Das Linke und Mittlere der neben stehenden Bilder zeigt die Aufnahmeanordnung. Das Videosignal wurde mit einem Monitor kontrolliert. Der schwarze Punkt in der Mitte des Monitor-Bildschirms ist mit Filzstift aufgemalt und markiert die Mitte des CCD-Chips der Watec-Kamera. Knapp links davon ist jener Stern zu sehen, der bedeckt wird. Die Differenz zwischen den beiden ist durch die Positioniergenauigkeit unseres Teleskops und die Exzentrizität des in die Watec-Kamera eingebauten CCD bedingt. Noch 10 Minuten vor dem prognostizierten Bedeckungszeitpunkt haben wir versucht, auch den Kleinplaneten (mag 13.9) selbst abzubilden. Dazu musste nur die Belichtungszeit der Watec von 20 Millisekunden auf 5 Sekunden erhöht werden. Wie das rechte Bild zeigt, ist der Kleinplanet knapp links vom Stern sichtbar. Die kleinen weissen Punkte sind Hotpixel-Artefakte der Watec-Kamera. Sterne und Kleinplanet sind bei 4m Brennweite schon auf mehrere Pixel verteilt. Das ist zur fotometrischen Auswertung auch notwendig. Alle abgebildeten Sterne konnten auf der Sternkarte (Guide8) identifiziert werden. Als Zeitreferenz haben wir vor der Bedeckung um 03:21 und nach der Bedeckung um 03:29 mit der Watec unsere Bedeckungsfunkuhr aufgenommen, ohne die Aufzeichung zwischenzeitlich zu unterbrechen. Auswertung:
Die genaue Auswertung lässt sich hier nachvollziehen. Der Stern wurde 2.778 Sekunden lang bedeckt. Bei der Zeitnehmung wurde erstmalig auch die Verzögerung (Einschwingzeit) des schmalbandigen DCF77-Empfängers unserer Bedeckungsfunkuhr berücksichtigt und von den Bedeckungszeitpunkten subtrahiert. Die LED der Bedeckungsfunkuhr ermöglicht eine Genauigkeit von 5 Millisekunden bei der Zeitmessung. Das Ergebnis wurde mit diesem Report gemeldet. |
| 01.03.2009: Aktivität in der Kernregion von Komet Lulin C/2007 N3 |
Die Rotationsgradienten-Bilder der Kernregion des Kometen zeigen schwach ausgeprägte, radial verlaufende Jets. Das würde auf eine geringe Rotationsgeschwindigkeit des Kometen hindeuten, im Vergleich zu der Ausströmgeschwindigkeit der Materie von der Kometenoberfläche. Das linke Bild ist um 0:30 MEZ und das rechte um 1:30 MEZ aufgenommen worden. Nach einer Stunde hat sich nur wenig verändert. Jedes Bild ist 30x30s mit der CCD-Kamera2 belichtet; Gesichtsfeld: 17.3x13.3 Bogenminuten. Eine Farbaufnahme vom Kometen findet man hier. Aufnahmedaten dazu sind in der Galerie zu finden. Man beachte die 3 hellen Galaxien, die durch den Kometenschweif hindurch zu sehen sind. |
| 29.12.2007: Komet 8P Tuttle |
| 01.11.2007, 27.12.2007, 09.02.2008: Komet 2006 17P Holmes |
| Dieser Komet verdankte seine leichte Sichtbarkeit einem gewaltigen Helligkeitsanstieg um das Fünfhunderttausendfache ( von mag 17 auf etwa mag 2.5 ), welcher innerhalb von 24 Stunden am 24.10.2007 auftrat. Seine Entdeckung im Jahr 1892 durch Edwin Holmes aus London ist einem ähnlichen Ereignis zu verdanken, dem ein zweiter Ausbruch im Jahr 1893 folgte. Diesmal ist ein zweiter Ausbruch anscheinend ausgeblieben. Ein derartiges Benehmen ist bei Kometen sonst nicht üblich. Es wird angenommen, dass es sich um eine Art Explosion (oder Implosion) instabiler Strukturen im Kern des Kometen handelt. Weil das Phänomen gerade bei diesem Kometen mehrmals aufgetreten ist, wurde die Hypothese einer Kollision mit einem anderen Kleinkörper verworfen, auch wenn wir (wie nachfolgend beschrieben) rein zufällig ganz in der Nähe ein unbekanntes Objekt mit einer Eigenbewegung gefunden haben.
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| 01.11.2007: Unbekannter Kleinkörper neben Komet Holmes entdeckt |
- Aufnahmedauer: 21:30 - 22:38 UT Eine genaue Beschreibung der Aufnahmedaten findet man in der Galerie. |
| 2007: Saturn und Mars in Wien (Gastbeitrag) |
15.03.2007 Saturn aufgenommen von Michael Grünanger mit der Philips ToUcam Pro am Alvan Clark Refraktor in der Westkuppel der Universitätssternwarte Wien.
Mars wurde anlässlich seiner Opposition 2007 ebenfalls am Alvan Clark Refraktor von Michael Grünanger mit der Philips ToUcam Pro fotografiert. Eine genaue Beschreibung der Aufnahmedaten findet man in der Galerie. |
| Beobachtung der ISS mit dem 50cm RC Teleskop |
| 22.04.2007 00:47 Bedeckung von Stern TYC 1407-00130-1 durch Kleinplanet (17) Thetis | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Informationsquellen zu Sternbedeckungen Die Vorhersagen derartiger Sternbedeckungen überlässt man zweckmäßigerweise Spezialisten die ihre Berechnungen am Internet zur Verfügung stellen: http://www.iota-es.de/
http://occsec.wellington.net.nz/software/software.htm OCCULT, WINOCCULT von David Herald Eine Einführung zu dem Thema findet man auch in http://www.iota-es.de/federspiel/astocc.html#p4
http://www.asteroidoccultation.com/observations/
Im Internet gefundene Angaben zur Sternbedeckung am 22.02.2007 durch Thetis Zur gegenständlichen Bedeckung findet man folgende Informationen bei den oben genannten Links Die folgende Tabelle stammt von Herbert Raab und gibt die Standorte österreichischer Sternwarten in Bezug zur Zentrallinie an
Daten zum Kleinplaneten (17) für den 19. April 2007 mag 12.5 Allgemeines zur Ausrüstung und Beobachtungstechnik Zur Beobachtung von Sternbedeckungen durch Kleinplaneten sind oft große Teleskope gar nicht notwendig. Mit kleiner Ausrüstung kann man leichter eine Ortsveränderung vornehmen um damit in den Bereich des prognostizierten Schattenverlaufs zu gelangen. Wenn dieser Schattenverlauf mit geringer Unsicherheit (uncertainty) vorrausgesagt ist, wird die Chance einer tatsächlichen Bedeckung deutlich erhöht. Andererseits wäre eine gleichmäßige Verteilung der Beobachter quer zum Schattenverlauf im Hinblick auf die Auswertung besser. Werden helle Sterne bedeckt, so reicht ein Feldstecher. Anderenfalls ist eine Teleskopöffnung zwischen 10cm und 25cm vollkommen ausreichend und an die optische Abbildungsleistung des Teleskops werden ebenso geringe Ansprüche gestellt wie an Seeing und Scharfstellung. Die geographischen Koordinaten des Beobachtungsortes sollte man an Hand einer Landkarte oder mit Hilfe eines Navigationsgerätes genau ermitteln, ebenso die Zeitnehmung von Bedeckungszeitpunkt und der Bedeckungsdauer (üblicherweise zwischen ein und zehn Sekunden), sie sind für die Auswertung wichtig. Methoden zur Zeitnehmung Im einfachsten Fall bei visueller Beobachtung genügt eine Stoppuhr. Die Messgenauigkeit wird jedoch bescheiden ausfallen selbst wenn versucht wird, die Reaktionszeit des Beobachters durch Angabe einer persönlichen Gleichung zu kompensieren (so eine persönliche Gleichung beschreibt die testweise ermittelte, eigene Reaktionszeit). Eine genauere Zeitnehmung erreicht man durch Aufzeichnung des Ereignisses mittels Video oder Webcam am Teleskop. Mit lichtempfindlichen Kameras (Mintron, Watec) sind auch schwächere Sterne kein Problem. Entsprechend der verwendeten Bilder/Sekunde kann die Bedeckungsdauer mit fast jeder Videoschnitt-Software genau ausgezählt werden. Wird die Kamera nach der Beobachtung nicht gleich ausgeschaltet, sondern ohne Unterbrechung der Aufnahme eine Funkuhr ins Bild gebracht, können auch die Zeitpunkte genau bestimmt werden. Eine selbst-adaptierte Bedeckungs-Funkuhr für genau diesen Zweck haben wir bereits vor Jahren hier vorgestellt. Sie liefert mit ihrer LED verzögerungsfrei direkt die ansteigende Flanke des empfangenen DCF77-Zeitsignals. Durch Fotometrieren der Led-Helligkeit ist eine Interpolation des Zeitpunktes des Sekundensprungs auch innerhalb der Belichtungszeit eines einzelnen Video(halb)bildes möglich. Bei gutem DCF77-Empfang kann eine LED welche die Impulse des Zeitzeichensenders anzeigt und direkt in den optischen Strahlengang des Teleskops gebracht wird, um dort zB. in einer Bildecke ein schwaches Lichtsignal einzublenden, eine komplette Funkuhr ersetzen (diese Variante wird von Michael Schmid verwendet). Die Auswertung wird allerdings aufwendiger, wenn man unter Umständen das Übertragungsprotokoll des DCF77-Signals aus der Videoaufzeichnung selbst decodieren muss. Eleganter sind elektronische Time-Inserter. Sie blenden in ein durchgeschleiftes Videosignal die Funkuhrzeit oder GPS-Zeit einschliesslich Sekundenanzeige in einer Fußzeile ein. Derartige Geräte vereinfachen die Zeitbestimmung, sind deswegen aber nicht genauer. Die Einzelbilder müssen nicht mehr von der Funkuhreinblendung weg abgezählt werden, eine Zählung vom letzten Sekundensprung weg genügt. Nur ein Time-Inserter der in der Lage ist auch die Millisekunden einzublenden, die vom letzten Funkzeit-Sekundensprung bis zum VSync-Signal des aktuellen Video-Halbbildes vergangen sind, bringt wirklich einen Vorteil. Da hat man in jedem Video-Halbbild die Zeit mit drin. Nur die Interpolation der Bedeckungszeitpunkte innerhalb eines nun zeitlich exakt zugeordneten Videohalbbildes von 20msec Belichtungsdauer (oder einem vielfachen davon) ist nach wie vor erforderlich. Selbst wenn der Time-Inserter die Zeitpunkte Millisekundengenau einblendet, ist (über die Interpolation hinaus) keine weitere Steigerung der Genauigkeit möglich. Anders ausgedrückt: was nützt die Einblendung der Zeit in Millisekunden, wenn bestenfalls nur alle 20 Millisekunden ein neues Videohalbbild verfügbar ist. Am TV-Schirm sieht man die Halbbilder nicht einzeln, sondern das zu einem Vollbild zusammengesetzte Paar zweier Halbbilder mit ihren geraden bzw ungeraden Bildzeilen (interlaced). Ohne Trennung in Halbbilder gibt es nur 25Bilder/Sekunde mit einer Zeitauflösung von nur 40 Millisekunden. Manche Geräte (hochwertige Videorecorder und Framegrabber mit 50B/s) können im Einzelbildmodus (beim Videorecorder mit dem Jog-Rad) die Halbbilder des Videosignals getrennt darstellen. Für eine noch höhere zeitliche Auflösung bis unter die Millisekunde ist nach wie vor das klassische Gleichstromphotometer mit schneller digitaler Aufzeichnung zweckmäßig. Für unsere Kleinplaneten-Sternbedeckung wäre das aber reichlich übertrieben. http://www.dangl.at/aurst_10.htm Analyse von Zeitinformation in Videosignalen Unsere Aufnahmeanordnung Normalerweise verwenden wir die Videokamera Watec-120N zur Aufnahme von Sternbedeckungen und anderer schneller Vorgänge am Himmel, wobei zur Aufzeichnung ein Hi8-Videorecorder oder ein Pinaccle-Framegrabber zum Einsatz kommt. Die Zeitnehmung erfolgt wie oben beschrieben, durch Aufnahme unserer Bedeckungsfunkuhr. Leider konnten wir in der ganzen Hektik vor dem Ereignis dass dazu notwendige kleine CS-Mount-Videoobjektiv nicht finden. Als Alternative benutzen wir deshalb die Toucam-Webcam mit ihrem Orginalobjektiv. Damit haben wir einerseits die mit der Watec aufgenommen Bilder der Sternbedeckung vom Fernsehbildschirm abgefilmt und danach unsere Bedeckungs-Funkuhr aufgezeichnet. Die Bildrate der Watec war auf 12.5 Bilder/sec (entspricht einer Belichtungszeit von 80msec) eingestellt. Die Webcam zeichnete mit 30 Bilder/sec auf. Der doppelte Abtastvorgang über 2 CCD-Kameras hat die Zeitmessung der Bedeckungszeitpunkte erheblich erschwert. Videoaufzeichnung Der Clip zeigt die Videoaufzeichnung von der Sternbedeckung in Echtzeit, hier beschnitten auf den eigentlichen Bedeckungsvorgang. Das Flimmern und der dünklere Streifen im Bild sind eine Folge der unterschiedlichen Bildfrequenzen von Watec und Webcam. Weiters ist auch während der Sternbedeckung ein schwaches Signal erkennbar. Es entspricht der Helligkeit des Kleinplaneten selbst. Der Stern hat eine Helligkeit von mag 10.2 während der Kleinplanet mit mag 12.5 angegeben ist. Auswertung
Die beiden Diagramme (oben oder links Bedeckungsbeginn, unten oder rechts Bedeckungsende) sind eine graphische Darstellung des gemessenen Helligkeitsverlaufes. Wenn die im rechten Diagramm sichtbare Stufe beim Helligkeitsanstieg auf einen Doppelstern zurückzuführen wäre, dann müsste die Stufe spiegelbildlich auch beim Helligkeitsabfall auftreten. So aber bedeutet die Stufe nur dass das Ende der Sternbedeckung etwa in der Mitte einer Einzelbildbelichtung fällt, während der Beginn der Sternbedeckung weitgehend mit einem Bildwechsel der Aufnahmekamera zusammenfällt. Unsere Videoaufzeichnung wurde von Dr. Michael Schmid (Institut für allgemeine Physik, TU-Wien) untersucht. Michael hat die hier gezeigten Diagramme mit Hilfe von Imagej angefertigt. Der Maßstab der y-Achse gibt die Helligkeitsänderung in Magnitudes an. Der Helligkeitssprung entspricht somit dem erwarteten Wert. Die x-Achse ist mit den Nummern der 30 Einzelbilder pro Sekunde (Webcam) beschriftet. Die blaue Kurve unten zeigt die Korrelation des hochfrequenten Anteils des Bildhintergrundes mit jenem des Vorgängerbildes. Wo keine Korrelation sichtbar ist (blaue Kurve zeigt Spitz nach unten), da hat offenbar ein Bildwechsel bei der Watec-Kamera stattgefunden.
Dieses Bild zeigt den Zusammenhang zwischen den 50 Halbbildern pro Sekunde des Videosignals der Watec-Kamera und den 30 Vollbildern pro Sekunde der Webcam. Der Bildadditions-Stufenschalter der Watec-Kamera war auf Stellung=2 gestellt, sodass 4 Halbbilder des Videosignals durch die Kamera addiert worden sind wodurch sich die 12.5 Bilder/sec und die Belichtungszeit von 80 Milisekunden erklären. Messergebnis Der Beginn der Bedeckung erfolgte am 21.04.2007 um 22:46:50.68 UT. Das Ende der Bedeckung um 22:46:57.50 UT. Die Messtoleranz wurde in beiden Fällen mit +/- 0.05 Sekunden angegeben, angesichts der Probleme mit der Aufnahmeanordnung ist das doch ein guter Wert. Alle zur Zusammenfassung mit den Ergebnissen anderer Beobachter notwendigen Daten sind im Report-Formular zusammengestellt und an Eric Frappa Alle Beobachtungen entlang des Schattenverlaufes sind hier zu sehen. Ob nun eine Bedeckung beobachtet wurde oder nicht, ist darin farblich gekennzeichnet. Die Buchstabenkombination entspricht den Anfangsbuchstaben des Namens der Beobachter. Aus all diesen Beobachtungen ergibt sich die Form des Schattens und somit der Umriss des Kleinkörpers
Die Nummern sind folgenden Beobachtern zugeordnet
(M) bedeutet ein negatives Messergebnis (also keine Bedeckung). Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der beobachtete Umriss von Thetis 75.4km +/- 1.6km mal 63.6km +/- 1.2km beträgt. Das entspricht der eingepassten gelben Ellipse im Bild. Ein Vergleich mit dem bisher bekannten Durchmesser von 93.2km ± 2.5 km bedeutet nicht unbedingt, dass dieser Wert falsch ist. Rotationsbedingt hat uns Thetis einen kleineren Umriss gezeigt. Eine unregelmässige Form des Kleinkörpers mit Durchmessern zwischen 63km und 93km ist somit nachgewiesen. Links zum Messergebnis http://www.sternwarte.at/wega/2007-05.pdf Artikel von H.Raab mit Schilderung seiner eigenen Beobachtung und Bezugnahme zu unserer Messung sowie der Präsentation einer anderen Bedeckung mit überraschendem Ergebnis (lesenswert) http://www.euraster.net/results/2007/index.html#0421-17 Daten aller Beobachter |
| Beobachtung geostationärer Satelliten |
| Komet C/2006 M4 Swan |
Man vergleiche dazu den Beobachtungsbericht der WAA zur gleichen Zeit am gleichen Standort.Neben der Strasse nach Stollberg wurde der Nachthimmel mit der Eos5D+Weitwinkelobjektiv abgelichtet. Eine kleine Aufgabe für unsere Leser: Sie können den Kometen auf der hier links gezeigten Panoramaaufnahme des Beobachtungsplatzes suchen. Sie entstand am 17.10.2006 gegen 20 Uhr, Aufnahmedaten siehe hier. |
| 13.05.2006: Komet Schwassmann-Wachmann 73P in Erdnähe |
| 29.03.2006: Totale Sonnenfinsternis in der Türkei |
Die totale Sonnenfinsternis am 29.03.2006 hat unser Sternwarten-Team auf einem Hügel in der Nähe der Manavgat-Wasserfälle in der Türkei beobachtet. Der Schwerpunkt lag dabei auf der visuellen Beobachtung mit Hilfe mehrerer hochwertiger Feldstecher. Nur nebenbei entstanden auch einige Aufnahmen der Sonnenkorona sowie ein Video zur Dokumentation des Helligkeitsverlaufes. Der Beobachtungsstandort ermöglichte eine freie Rundumsicht in die Landschaft. Nur wenige andere Sofi-Fans (u.a. aus Deutschland, Holland, USA und Israel) haben diesen Standort genutzt, siehe Gruppenbild. Die Bilder zeigen auch den Grundstücksbesitzer, einen türkischen Bauern und seinen Sohn die begeistert durch die aufgestellten Instrumente schauten. Der Himmel war fast wolkenlos, die wenigen Zirruswolken hielten sich zum Glück von der Sonne fern. Fliegende Schatten sind nicht aufgetreten. Probleme traten erst nach der Sonnenfinsternis auf, als wir bei der Abfahrt mit unserem alten Campingbus (VW-T3) in zu weichem Untergrund bis zu den Achsen versunken sind. Mit tatkräftiger Mithilfe der anderen Sofi-Beobachter und eines Wagenhebers konnten wir uns befreien und unsere 3-wöchige Rundreise in der Westtürkei und Nordgriechenland fortsetzen.Aufnahmetechnik: Das Video wurde mit einem HI8-Camcorder aufgenommen. Die Blende ist vor Beginn der Totalität auf 2 Lichtwerte Überbelichtung fixiert worden. Auf diese Weise war es möglich, den Verlauf der Himmelshelligkeit in Echtzeit zu dokumentieren. Die Aufnahme zeigt den Horizont in Richtung Süden. Am Ende der Totalität erfolgt ein Schwenk in Richtung Nordosten um den über das Taurusgebirge abziehenden Mondschatten besser zeigen zu können. Weitere Details sind in der Galerie beschrieben. Bildverarbeitung: Auf das fertige Bild wurde noch ein Rotationsgradientenfilter (Larsen-Sekanina-Filter) angewendet um auch die Ausläufer der Korona sichtbar zu machen. Der Drehpunkt des Filters war die Sonnenmitte. Interpretation: |
| 29.03.2006: Nachtrag zur totalen Sonnenfinsternis: Fliegende Schatten (Gastbeitrag) |
Bei den fliegenden Schatten handelt es sich um ein Phänomen der atmosphärischen Optik. Sie entstehen durch Lichtstrahlen, die ausgehend von einer Punkt- oder Spaltförmigen Lichtquelle (wie sie beim zweiten und dritten Kontakt einer totalen Sonnenfinsternis gegeben ist) einen unterschiedlichen Weg nehmen bei ihrer Durchquerung der turbulenten Luftzellen in der Atmosphäre mit ihren Dichtevariationen. Wegunterschiede in der Größenordnung der halben Lichtwellenlänge führen dann zur Auslöschung durch Interferenz und damit zu einem Schatten (man erinnere sich an den Doppelspaltversuch der Wellenoptik im Physikunterricht aus der Schule). Für die Bewegung der Interferrenzstreifen am Boden ist der Wind in einer gewissen Höhe über dem Erdboden massgeblich. Der Wind ist vermutlich auch dafür verantwortlich, dass die fliegenden Schatten so selten zu sehen sind. Nur bei passender Windgeschwindigkeit fallen die Schatten infolge ihrer Bewegung auf. Literatur: Jones, Barrie W.:Shadow bands during the total solar eclipse of 26 Februar 1998, Codona, J, L: The scintillation theory of eclipse shadow bands. = http://adsabs.harvard.edu/abs/1986A&A...164..415C Codona, J. L.: The Enigma of Shadow Bands, Sky and Telescope, 81: 482, (1991) = http://adsabs.harvard.edu/abs/1991S&T....81..482C |
| 05.02.2005 und 10.07.2005: Supernovas in M51 und ngc3690 |
Die am 30.01.2005 von "Nuclear Supernova Search" entdeckte Supernova SN2005u in der merging-Galaxie ngc3690 (Arp299) ist vom Typ-IIb und wurde von uns am 05.02.2005 aufgenommen. Sie hatte eine Helligkeit von etwa 15 mag was ihrer Maximalhelligkeit entsprach. Unsere Aufnahmedaten sind in der Galerie zu finden. Nähere Angaben auf fremden Seiten dazu: SN 2005 u , SN 2005 cs |
| 17.06.2005: Schulführung mit Sternen-Nacht und Abenteuer-Camp |
Auch 2005 waren die Schüler der 4. Schulstufe der Volksschule Vorderfager zum Besuch in Harpoint eingeladen. Diese Schüler hatten im letzten Schuljahr die Projektarbeit mitgestaltet, durften aber erst heuer die Sternwarte besuchen. Eine eigene, neue Projektarbeit ist den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen, die leider auch in Österreich im Bildungsbereich immer mehr um sich greifen. Ein geführter Besuch der Weltraumhalle im Salzburger "Haus der Natur" am Vormittag musste als Vorbereitung genügen. Wir haben die Schulführung zum Anlass genommen, unseren Planetenweg zu perfektionieren und ein Mini-Planetarium aufzubauen. Leider war auch diesmal der Himmel durch zeitweise durchziehende Wolken beeinträchtigt. Die Anwendung der selbstgebastelten drehbaren Sternkarten konnte aber mit Hilfe des im Freien aufgebauten Planetariums trotzdem schön demonstriert werden. Mit dem großen 50cm RC Teleskop wurden Jupiter, M13, M57, M27, M17, M11, der Mond und der Doppelstern "Albireo" im Sternbild Schwan beobachtet. Erst gegen 2 Uhr Nachts setzte dann die Müdigkeit ein. Übernachtet wurde im "Camp" auf der Veranda des zur Sternwarte gehörenden Wohnhauses. Am nächsten Tag konnte noch die Sonne in der kleinen Sternwarte beobachtet werden. In Ermangelung von Sonnenflecken wurden die Protuberanzen am Rand der Sonne mit dem 10cm Refraktor und Protuberanzenansatz hergezeigt. Jeder Schüler erhielt noch eine ausführlich bebilderte Beschreibung der Sternwarte zur Erinnerung. |
| 04.12.2004 und 08.01.2005: Komet Machholz (C2004 Q2) |
| 14.12.2004 und 24.02.2003: Beobachtung des Lichtechos V838 Mon |
Bei diesem Stern entdeckte der australische Amateurastronom Nicolas Brown im Januar 2002 eine deutliche Helligkeitszunahme. Prediscovery-Aufnahmen wurden im Archiv der einfachen Amateur-Internet-Kamera Stardial gefunden. Plötzliche Berühmtheit erlangte der inzwischen als V838 Mon benannte Stern aber einen Monat später, als er in der Nacht vom zweiten auf den dritten Februar 2002 innerhalb weniger Stunden einen steilen Helligkeitsanstieg von ca 11,1mag auf etwa 8,0mag vollführte. In den darauf folgenden Tagen stieg die Helligkeit allmählich bis auf 6,7mag an, und aus V838 Mon war ein leichtes Feldstecherobjekt geworden. Der Ausbruch von V838 Mon war in etwa ähnlich dem einer Nova, einem häufiger vorkommenden Sternenausbruch. Eine typische Nova wird erzeugt, wenn ein normaler Stern in einem engen Doppelsystem den Wasserstoff seiner äußeren Hülle an seinen Begleiter, einen kompakten weißen Zwerg abgibt. Der Wasserstoff strömt spiralförmig zum Partnerstern hinüber, reichert sich allmählich dort an und zündet spontan die CNO-Fusionsreaktion von Wasserstoff zu Helium. Dieser Vorgang sprengt die äußere Sternhülle ab und legt den ausgebrannten Sternenkern des weissen Zwerges frei, der mehrere hunderttausend Grad heiß ist. Der ganze Vorgang kann sich in mehrjährigen Abständen wiederholen (rekurierende Nova). Verschiedene Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, das es sich bei V838 Mon nicht um eine normale Nova handelte, sondern um einen Stern mit Ähnlichkeiten zu FG Sge, aber auch mit einigen Unterschieden. Die Spektren deuten auf einen Abfall der Temperatur, was mit dem Aufblähen des Sterns ohne das Absprengen seiner äußeren Hüllen erklärt werden kann. Der Stern ist so einzigartig, dass er eine Überbrückungsphase in der Sternevolution darstellen könnte, die man nur selten sieht. Nicht nur für Veränderlichenbeobachter interessant ist ein schnell expandierendes Lichtecho vom markanten Helligkeitsausbruch, welches noch im Februar 2002 entdeckt wurde. Es war zunächst aber nur im UV-Bereich und im Blauen sichtbar, wo der aufallend rote Stern selber nicht so störte. Das Lichtecho wurde auch von überraschten visuellen Beobachtern gemeldet, die von seiner Existenz noch gar keine Ahnung hatten. Ende April 2002 hatte das Lichtecho einen Durchmesser von etwa 35 Bogensekunden erreicht und war damit auch für durchschnittlich gut ausgerüstete Amateure kein großes Problem mehr. Das Licht des Ausbruchs ist im astronomischen Zeitmaßstab betrachtet mit einem Blitzlicht vergleichbar, das an dem um den Stern liegenden Staub gestreut wird. Dieses sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitende Lichtecho beleuchtet so die weiter aussen liegenden alten Staubhüllen, die der Stern offenbar bei seinen früheren Aktivitäten verloren hat. Quellen: 2 Jahre nach unserer ersten Aufnahme ist das Lichtecho im Dezember 2004 ähnlich wie ein planetarischer Nebel nun ringförmig um den Stern V838 zu sehen. Seine Helligkeit hat sich soweit abgeschwächt, dass eine Beobachtung nur mehr mit sehr lichtempfindlichen CCD-Kameras möglich ist. Verglichen mit einer im Oktober 2004 gemachten Aufnahme von Hubble Space Telescope hat sich das Lichtecho auf unserer Aufnahme geringfügig weiter ausgebreitet. Wir hoffen mit unserer leistungsfähigen CCD-Kamera 2 das Lichtecho noch einige Zeit weiterverfolgen zu können. |
| 25.06.2004: Schulführung mit Sternen-Nacht und Abenteuer-Camp |
Als Höhepunkt und Abschluss einer vorbereitenden Projektarbeit waren die Schüler der 4. Schulstufe der Volksschule Vorderfager zum Besuch in Harpoint eingeladen. Im Gegensatz zum üblichen Klassenausflug zu einer Volkssternwarte konnten sie auf dem Gelände unserer Sternwarte auch übernachten und hatten so die Gelegenheit sich intensiv mit dem Thema Astronomie auseinanderzusetzen. Jeder konnte so lange aufbleiben, so lange er wollte. Während die Ersten so gegen ein Uhr früh in ihre Schlafsäcke krochen, waren die Letzen bis zur Morgendämmerung um 3 Uhr dabei. Trotz widriger Wetterumstände (es zogen immer wieder Wolkenfelder durch) wurden umfangreiche Beobachtungen durchgeführt. Sonnenflecken, Protuberanzen und die schmale Venussichel konnten am Tag beobachtet werden. In der Nacht waren dann Jupiter mit seinen Monden, der Erdmond im ersten Viertel, Komet C/2003 K4 LINEAR im Sternbild Herkules, der Kugelsternhaufen M13, der offene Sternhaufen M11, die planetarischen Nebel M57und M27, der zweifarbige Doppelstern "Albireo" im Sternbild Schwan, die diffusen Gasnebel M16, M17, M20, NGC6992, NGC6995, NGC6960, unsere Nachbargalaxie M31 mit Begleiter, sowie Uranus und Neptun im 50cm-Teleskop zu sehen. Gerade die Planeten waren für die Schüler ja von besonderem Interesse, sie hatten sich ja vor dem Besuch intensiv mit dem Planetensystem auseinandergesetzt und jeder wollte jetzt wenn möglich "seinen" Planeten auch sehen. Neben der Beobachtung mit den Teleskopen gab es auch ein entsprechendes Rahmenprogramm. So erfolgte unter freiem Sternenhimmel eine Einschulung zur Benutzung der selbstgebastelten drehbaren Sternkarten und auch ein eigener Planetenweg im Maßstab 1:7000000000 wurde am Gelände der Sternwarte ausgesteckt. Als Sonne diente ein Luftballon mit 20cm Durchmesser. Die erste Version war ein roter Luftballon der jedoch zu stark aufgeblasen wurde. So endete dieser "rote Riese" mit einer laut knallenden Supernova. Die zweite Version der Sonne (bezeichnenderweise in Gelb) hatte dann die richtige Größe und Lebensdauer. Die Planeten hatten ja nur Durchmesser etwa zwischen Stecknadelkopf und Glasmurmel. Zweckmäßigerweise wurden sie auf laminierten Karten im Formal A4 aufgemalt. So konnten auch die meisten Monde mit ihren Bahnen in der richtigen Größe gezeichnet werden. Bis zum Saturn sind die Planeten auf dem freien Sternwartengelände mit den richtigen Abständen aufzustellen. Ein kurzer Regenschauer verhinderte dann die maßstäbliche Platzierung von Uranus und Neptun im Wald. Der erst wenige Wochen zuvor in der Schule beobachtete Venusdurchgang war mit Hilfe des Planetenweges leicht zu veranschaulichen. Die Verpflegung der Besucher war kein Problem, da auf unserem großen Tisch bis zu 20 Personen platznehmen können. Die gelungene Veranstaltung endete am nächsten Tag mit einem abermaligen Blick auf die jetzt besser sichtbare Venus. |
| 20.05.2004: Komet Neat (C2001 Q4) |
| 11.01.2003: zum Teil noch unbekannte Kleinplaneten mit Blinkkomperator gefunden |
| In einigen Bildern (aufgenommen 02.12.2002) wurden Kleinplaneten mit Hilfe eines Blinkkomperators sichtbar. Zur Anwendung des Blinkkomperators verwenden wir zwei, mit zeitlichem Abstand gewonnene Aufnahmen. Die Überprüfung mit dem MP-Checker ergab, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung am 11.01.2003 etliche "Blinker" in unseren Bildern beim MPC noch nicht registriert sind. Da unsererseits jedoch kein Interesse besteht, als Entdecker von Kleinplaneten irgendwo vermerkt zu werden, überlassen wir dieses Datenmaterial gerne den ehrgeizigeren Kollegen. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die "Fundstücke", die darin angeführten Helligkeiten laut MPC haben aber offensichtlich nur eine Genauigkeit von +/- 1mag. |
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NGC876 |
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NGC2623 |
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NGC2749 |
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Abell397 |
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| 05.09.2002: 6 Kleinplaneten "auf einen Streich" |
| Wenn wir einmal zufällig eine Aufnahme in Ekliptikn?he machen, dann kann so etwas schon mal passieren. Da sind dann eben auch einige Kleinplaneten mit im Bild. Der Hellste unter ihnen (laut MPC mag. 17,6) f?llt ja sofort auf. Mit der richtigen Ausr?stung (50cm RC + CCD-Kamera2) sind aber viel schw?chere auch kein Problem. Weil die Duchsicht in dieser Nacht sehr schlecht war (mit freiem Auge im Zenit mag.4 und keine Milchstrasse zu sehen), mussten wir den tiefstehenden M74 in Summe eine Stunde lange belichten um genügend Photonen von dort zu erhalten. Die lange Gesamtbelichtungszeit hatte zur Folge, dass alle zufällig im Bildfeld befindlichen Kleinplaneten eine deutlich merkbare Strichspur gezogen haben. Die unterschiedlichen Längen und Richtungen der Strichspuren sind durch die Oppositionsschleifen dieser Kleinplaneten erklärbar. Durch Vergleiche mit Teilsummen der Aufnahmesequenz konnten wir Cosmic-events und Bildartefakte mit Sicherheit ausschlie?en. 2 Kleinplaneten konnten unmittelbar mit GUIDE identifiziert werden. 4 weitere Kleinplaneten haben ihre Identität mit Hilfe des "Minor Planet Checkers" vom MPC preisgegeben. Dabei stellte sich heraus, dass drei davon erst ca. zwei Monate nach Entstehung unserer Aufnahme überhaupt entdeckt worden sind. Diese 3 Kleinplaneten sind in der nachfolgenden Tabelle mit einem * gekennzeichnet. Das Datum der Entdeckung verrät auch etwas über die Gewohnheiten der Kleinplanetenentdecker. Sie suchen ihre Kandidaten offensichtlich in der Oppositionsstellung. Für einige dieser Kleinplaneten werden laut MPC noch astrometrische Messungen zur Verbesserung der Bahn gesucht, was mit Hilfe unserer Aufnahme möglich wäre (Interessenten bitte melden). |
![]() | Der Kleinplanet 2002TX271 zeigte eine innerhalb des Zeitraumes von einer halben Stunde eine Helligkeitszuhnahme von 0,3mag +/- 0,03mag infolge einer schnellen Rotation. Im nebenstehenden animierten Bild ist sowohl die Bewegung als auch die Helligkeitsänderung des laut MPC 19,6mag hellen Kleinplaneten sichtbar. |
| 18.08.2002: Kleinplanet NY40 mit hoher Geschwindigkeit nachgeführt |
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Die eindrucksvolle visuelle Beobachtung konnte danach mit der CCD-Kamera 2 auch in einem kleinen Video dokumentiert werden: Der NEO "steht" zunächst in Bildmitte und im Hintergrund sausen die Sterne vorbei. Noch während der Beobachtung beschleunigt NY40 weiter und verlässt seine Position in der Bildmitte. Die Aufnahmeserie, aus der das Video gerechnet wurde, besteht aus 500 Aufnahmen zu je 1s Belichtungszeit und lief von 23:02 bis 23:36 MEZ. |
| 30.03.2002: Komet Ikeya-Zhang - extrem schnelle Helligkeitsveränderung beobachtet! |
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Schnelle Helligkeitsveränderungen im Kern: Nun subtrahierten wir die beiden Summenbilder um geringste Helligkeitsveränderungen im Kernbereich sichtbar zu machen. Zuvor aber mußten wir mittels Photometrie eines Feldsternes die Helligkeitspegel der beiden Aufnahmen anpassen, um jedwede atmosphärische Durchsichtsschwankung auszugleichen, was uns mit einer Genauigkeit von 0.07 % gelang. Die Differenz aus dem ersten Teilbild, aufgenommen um 20:02:39 MEZ, minus dem um 158 Sekunden später aufgenommenen zweiten Teilbild ist im nebenstehenden Bild ganz rechts dargestellt und zeigt die Veränderungen im Kernbereich des Kometen. Die stärkste Änderung fällt genau mit dem Kometenkern zusammen und macht einen Helligkeitsabfall von 12% aus, im Abstand von 6 Bogensekunden vom Kern beträgt die Abnahme 3,8% und 11 Bogensekunden entfernt noch 2,6%! Insgesamt deckt sich die räumliche Verteilung der Helligkeitsabnahme gut mit dem hellsten Jet, der im Rotationsgradienten-Bild sichtbar ist und sich bis ca. 13 Bogensekunden vom Kern weg erstreckt. Dies bedeutet eine sichtbare Helligkeitsabnahme über eine Strecke von 5800km innerhalb von nur 158 Sekunden! Weiters ist eine großflächige diffuse Struktur zu sehen, die sich bis in eine Entfernung von ca. 40 Bogensekunden vom Kern erstreckt, das entspricht am Ort des Kometen 18000km. Da sich diese Helligkeitsveränderungen in Richtung zur Sonne erstrecken, bedeutet das eine Mindestauströmgeschwindigkeit der Gase bzw. des Staubes von ca. 110km/s entgegen den Sonnenwind! |
| 10.03.2002: Komet Ikeya-Zhang im 50cm-RC |
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Doch plötzlich so gegen 18:30 Uhr war da fast exakt in der Mitte des CCD-Feldes am Bildschirm des Rechners ein helles Pünktchen aufgetaucht. Mit zunehmender Dämmerung erschien nach und nach auch die umgebende Koma und dann auch der Schweif, und was für ein Schweif . Knapp nach 19 Uhr konnten wir die Belichtungszeit ohne Überbelichtung zunächst auf 2 Sekunden ausdehnen und schon auf den Rohbildern zahlreiche feine Gasstrahlen im Schweif des Kometen bewundern. Um 19:16 Uhr stand der Komet nur mehr ca. 15,4° Über dem Horizont. Wir verlängerten die Belichtungszeit auf 12 Sekunden. Damit war der Kometenkopf in der Mitte zwar überbelichtet, es trat jedoch noch kein Blooming auf, ein Kompromiss der wegen der kurzen Zeitspanne bis zum Untergang des Kometen gewählt wurde. Andererseits konnte so die ganze Pracht des Kometenschweifs und die "struppige Frisur" des Kometenkopfes schon in den einzelnen Rohbildern gesichtet werden. Um 19:30 Uhr (Komet 13° über dem Horizont) veränderten wir die Teleskopposition um die Verlängerung des Kometenschweifes aufzunehmen. Die Belichtungszeit wurde auf 30 Sekunden hinaufgesetzt. Wir haben die Bilder aus den beiden letzten Aufnahmeserien zu einem Mosaik zusammengefügt.Die Bildverarbeitung erfolgte mit dem Freeware-Programm IRIS |
| 13.03.2002: Komet Ikeya-Zhang, visuell beobachtet in Wien auf der Sofienalpe |
Der prächtige Sonnenuntergang über der Stadt versprach gute Sicht zum Westhorizont. Also wurde am Abend schnell der
Comet Catcher
eingepackt (14cm
Schmidt-Newton-Teleskop) , der
Feldstecher
umgehängt und zusammen mit Michael Grünanger und dem Andreas geht es ab auf die Sofienalpe. Da waren wir freilich nicht die einzigen. Viele Wiener Kollegen hatten ihre langen Rohre schon auf den Kometen gerichtet. Die abendliche Stille wurde nur ab und zu von diesen neuartigen GoTo-Teleskopen unterbrochen, die beim Positionieren auf einen anderen Stern waschmaschinenartige Geräusche von sich geben. Neben dem imposanten 12-Zöller vom Alex Pikhard (WAA) sah mein alter Comet Catcher schon recht bescheiden aus. Da hab ich mich gar nicht getraut damit ein Bild zu machen und lieber unser
Ofenrohr-Happening
später blitzend festgehalten, hoffentlich hat mir das niemand übelgenommen.Der Komet selbst war in den letzten 3 Tagen wieder etwas heller geworden und hat besonders auch im zitterfreien Feldstecher (CANON IS15x45) einen schönen Anblick geboten. |
| 26.08.2001: "FIRST LIGHT" im 50cm-RC am Tag |
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Da unsere Teleskopsteuerung ja nach dem Einschalten keine Kalibriersterne anfahren muss, sondern mit Hilfe der Funkuhrzeit, der geographischen Position unserer Station und der präzisionslibellenjustierten Zenitruhestellung des Teleskops sofort jedes Himmelsobjekt exakt positioniert, kann man auch tagsüber bequem Planeten und helle Sterne beobachten.
In einigem Abstand zur Sonne sind (eventuell mit Hilfe eines Polarisationsfilters) Sterne bis Magnitude 6 deutlich sichtbar. Somit können wir alle nachts freiäugig sichbaren Sterne zu anderen Zeiten auch tagsüber sehen
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| 11.08.2001 und 14.08.2001: Perseiden |
Die Belichtungszeit wurde so gewählt, dass die hellsten Sterne gerade noch kein Blooming zeigten. Wegen der extrem kurzen Auslesezeit der Kamera gab es kaum Ereignisse, die nicht registriert worden sind. Die hellsten Sternschnuppen waren sofort sichtbar. Die weniger hellen findet man, wenn man jedes Bild von seinem Vorgänger subtrahiert. Durch Verfolgung in den Differenzbildern lassen sich die Sternschnuppen von den Satellitenspuren unterscheiden. Wir haben mit 2 Fisheye-Objektiven experimentiert:
Eine detaillierte Sichtung und Auswertung der Aufnahmen steht noch aus. Insgesammt waren die Fallraten der Perseiden 2001 nicht gerade berauschend. |
| 27.07.2001: M33 in Einzelsterne aufgelöst |
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Welcher Amateur hätte sich vor 15 Jahren vorstellen können, dass er einmal in der Lage wäre, M33 teilweise in Einzelsterne aufzulösen. |
| 01.04.2001: "FIRST LIGHT" mit der CCD-Kamera 2 am 50cm RC-Teleskop |
Die CCD-Kamera 2 wurde mit einem provisorisch schnell in unserer Werkstatt gedrehten System64-Kameraanschlußstutzen am Lichtenknecker-Okularauszug des Teleskops befestigt. Um einen ersten Eindruck zu gewinnen haben wir schnell einige Messier-Objekte auf's Korn genommen: Bereits die nur wenige Sekunden lang belichteten Rohbilder zeigten am Bildschirm eine beeindruckende Fülle von Details. Sie waren deutlich besser als die fertig bearbeiteten Aufnahmen vom C14 mit der CCD-Kamera 1 . |
| Mondfinsternis vom 09.01.2001 |
Es war das erste spektakuläre Himmelsereignis, das in unserem neuen 50cm RC Teleskop beobachtet werden konnte. Die Nachführung schaltete sich beim Anfahren des Mondes auf Mondgeschwindigkeit um. Im Okular wurde der Rand des verfinsterten Mondes dort eingestellt, wo die Sterne tangential vorbeiziehen. Die Gebirge am Mondrand hatten einen bläulichen Schimmer, der weiter innen unmerklich in die schöne rote Farbe überging. Der Anblick zahlreicher Sternbedeckungen (darunter auch Streifende) war ein wahrer Genuß. Rudolf Pressberger. der mit seinem 1m RC in der Purgathofer–Sternwarte zufällig dieselbe Beobachtung machte, sagte später: "Man hatte das Gefühl auf einem fremden Planeten zu stehen und auf den klaren nächtlichen Horizont zu schauen". |
| "FIRST LIGHT" am 50cm RC Teleskop |
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Nach 4 Jahren Bauzeit ist es in der Nacht vom 23. auf den 24. Dezember 2000 nun endlich soweit: First Light . Tagsüber hatten wir gerade rechtzeitig noch die Optik mit unserem Zentrierwerkzeug justieren können. Jetzt haben wir eine herrlich sternklare Nacht. Die erste seit Wochen. Rechnergesteuert fahren wir den ersten hellen Stern in Zenitnähe an. Der erste Blick durchs Okular: Der Stern ist knapp neben dem Gesichtsfeld. Ach ja, die Nordung ist noch ausständig und die Aufstellungsfehlerkorrektur ist noch deaktiviert. Wir holen den Stern in die Mitte und teilen das dem Rechner mit. Ein zweiter Blick: Ja die Zentrierung der Optik passt. Leider lässt das schlechte Seeing eine endgültige Beurteilung der Optik heute nicht zu. Wir geben M42 am Rechner ein. Fast lautlos bewegt sich das Teleskop. Die Trapezsterne funkeln durchs Okular. Mit dem Handset fahren wir den Nebel ab und sind sprachlos. Schwache Teile des Orionnebels, die wir nur von Photos kannten, stehen einfach da, einfach so, ganz selbstverständlich. Es ist 4 Uhr früh. Durchgefroren begeben wir uns wieder in die gut geheizte kleine Astronomenwohnung und öffnen die vorbereitete Flasche Krimsekt (russischer Spiegel, russischer Sekt), Prost. |
| 05.11.2000: Jupiter und Saturn |
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